Wie gibst du deinen Glauben weiter?

Freunde auf einem Gebäude

Denke an einen Freund, Nachbarn, ein Familienmitglied oder Mitarbeiter, der keine enge Beziehung zu Jesus hat. Wie würdest du deinen Glauben mit ihm teilen?

Am besten fängt man mit Matthäus 28,18-20, dem “Missionsbefehl”, an:

“Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, Meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Lehrt sie, alles zu befolgen, was Ich euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!”

Matthäus 28,18-20

Im griechischen Urtext handelt es sich bei dem Ausdruck “zu Jüngern machen” um einen Befehl. Es ist nicht bloß ein Vorschlag, den Jesus hier macht, sondern ein dringender, dauerhafter Befehl. Und das ist das eigentliche Ziel des Missionsbefehls.

Hier sind drei Wege, wie wir andere Menschen zu Jüngern machen können, indem wir den Missionsbefehl in unserem Leben praktisch anwenden:

  1. Los geht’s

  2. Das griechische Wort für “geht” beinhaltet ein fortwährendes Handeln. Das heißt nicht unbedingt, dass du deinen Job oder dein Zuhause aufgibst und mit Fremden debattierst.

    Vielmehr zeigt das Verb, dass wir andere Leute zu Jüngern machen, indem wir eine Beziehung zu Menschen aufbauen, mit denen wir im Laufe des Tages in Kontakt kommen – auf der Arbeit, in der Schule oder auch im Supermarkt. Im Grunde genommen sagt Jesus hier: „Da, wo du im Alltag hingehst, sollst du anderen Leuten zeigen und beibringen, wie sie Mir nachfolgen können.”

    Bevor wir weitermachen, ist es wichtig hervorzuheben, dass mit “hingehen” nicht immer gemeint ist, dass du das Land verlässt. Jesus fordert Seine Nachfolger zwar auf, “alle Nationen” zu Jüngern zu machen, aber Er sprach dabei zu jüdischen Jüngern, die es normalerweise vermieden haben, mit anderen Ethnien in Kontakt zu treten. Somit war Sein Befehl eine Herausforderung für sie, sich auch an die römischen Eroberer, an äthiopische Reisende oder an ihre samaritischen Nachbarn in ihrer eigenen Stadt zu wenden – und darüber hinaus auch, ins Ausland zu gehen.

    Anders ausgedrückt zeigte Jesus ihnen, dass der christliche Glaube nicht nur für eine Rasse, Ethnie oder ein Land ist, sonderrn für alle Menschen. Für alle Zeiten. Und gewöhnlich sind es die Leute, mit denen wir täglich zu tun haben, die uns Gott dringend ans Herz legt.

    Welche Leute hat Gott in dein Leben gestellt und wie kannst du ihnen heute etwas von Gott mitgeben?

    Tipp: Zunächst kannst du ihnen ein ermutigendes Versbild senden oder fragen, wie du für sie beten kannst. Füge ihr Anliegen anschließend zu deiner Gebetsliste in der Bibel App.

  3. Taufen

  4. Wenn du an “Taufe” denkst, was fällt dir dazu ein? Lautet deine Antwort: “jemanden im Wasser untertauchen”, liegst du nicht falsch! Allerdings ist der Sinn und Zweck einer Taufe ein sichtbares Zeichen dafür, dass jemand eine Veränderung im Herzen erlebt hat. Es ist ein symbolischer Ausdruck des Glaubens, der Gehorsam, Unterordnung und Buße darstellt. Darum ist es auch der natürliche nächste Schritt, nachdem man sich entschieden hat, an Jesus zu glauben und Ihm zu folgen.

    Wir können anderen Leuten bei ihrer Entscheidung für den nächsten Schritt helfen, wenn wir mit ihnen ehrliche Gespräche darüber führen, was es bedeutet, Jesus zu folgen, indem wir ihre Fragen über Gott beantworten und sie einladen, sich taufen zu lassen.

    Die Taufe ist wichtig, weil sich selbst Jesus taufen ließ und Er Seinen Jüngern befahl, andere Menschen zu taufen. Wenn wir uns taufen lassen, leben wir wie Jesus und wir gehorchen Ihm. Durch diesen öffentlichen Glaubensschritt identifizieren wir uns mit Jesu Tod und Auferstehung, wir tun Buße für die Art und Weise, wie wir vorher gelebt haben, und feiern das neue ewige Leben, das wir durch Jesu Opfer geschenkt bekommen haben.

    Tipp: Wenn du andere Leute kennst, die sich vielleicht taufen lassen wollen, haben wir hier ein paar Fragen, die du ihnen stellen kannst…

    • Glaubst du, dass du Jesus brauchst?
    • Was bedeutet es für dich, an Jesus zu glauben?
    • Glaubst du, dass Jesus für dich gestorben und wieder auferstanden ist?
    • Worin erkennt man, dass jemand Jesus nachfolgt?
    • Hast du Gott gebeten, dir für die Fehler in deiner Vergangenheit zu vergeben?
    • Hast du Jesus in dein Leben eingeladen?
  5. Lehren

  6. Unterricht geschieht in zwei Schritten: Zum einen gibt man Konzepte weiter und zum anderen demonstriert man das, was man gelehrt hat, immer wieder selbst. Es muss kein formeller Unterricht sein und gemäß dem Missionsbefehl passiert es oft, wenn wir hingehen und andere taufen.

    Am Wichtigsten ist, dass wir nicht erwarten können, dass Leute sich an das halten, was Jesus befahl, wenn wir uns selbst nicht daran halten.

    Willst du, dass Leute von der Liebe Gottes erfahren? Dann musst du ihnen Gottes Liebe zeigen. Willst du, dass Menschen Jesu Mitgefühl erleben? Dann musst du mitfühlend sein. Willst du, dass Menschen großzügig spenden? Dann musst du selbst gut mit deinem Geld haushalten. Willst du, dass Leute Gottes Wort lesen? Dann musst du selbst Sein Wort lesen.

    Demonstriere, was es bedeutet, ein Jünger zu sein, indem du andere Menschen einlädst, mit dir zu beten, Gottes Wort zu studieren, vernünftig mit Geld umzugehen und den Alltag zu bestreiten.

    Tipp: Lade doch jemanden ein, einen Bibelleseplan mit dir zu machen. Tippe auf den Link unten, um einen auszuwählen.

Lesepläne anschauen

Es ist nicht unser Ziel, andere Leute dazu zu zwingen, Jesus nachzufolgen. Gott allein kann jemandes Leben verändern. Aber wir können jeden Tag bewusst die Gelegenheit nutzen, Beziehungen zu unseren Mitmenschen aufzubauen und ihnen zu zeigen, was es bedeutet, Gott zu kennen und Ihn anderen Menschen vorzustellen. Glauben zu teilen bedeutet, unsere Leben zu teilen und wenn wir das tun, bieten sich genug Gelegenheiten, andere Leute zu Jüngern zu machen.

Willst du mehr darüber wissen, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen?

Hier sind drei Bibelstellen, die dir helfen können.

FacebookAuf Facebook teilen

TwitterAuf Twitter teilen

E-MailPer E-Mail mitteilen

Was bedeutet es, Christ zu sein?

Eine Person betet an einem See.

Du hast dich entschlossen, Jesus nachzufolgen… Was kommt jetzt?

Wir alle haben eine Vorstellung davon, was es in etwa bedeutet, Jesus zu folgen. Wenn wir ehrlich sind, werden unsere Ansichten allerdings oft von unseren kulturellen Werten, unserer Meinung zur Politik, unserer Herkunftsfamilie und den aktuellen Umständen um uns herum geprägt. Wenn wir uns von diesen äußerlichen Einflüssen lösen würden, wie sähe die Nachfolge Jesu wirklich aus?

Kulturen und Wertvorstellungen ändern sich, doch Gottes Wort zeigt uns immer klar, was es bedeutet, als Christ zu leben.

Lass uns heute drei hilfreiche Bibelabschnitte lesen und entdecken, was es bedeutet, ein Nachfolger Jesu zu sein. Diese Schritte erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern geben uns einen Überblick davon, wie wir Jesus jeden Tag nachahmen können.

Liebe Gott

“Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes?” Jesus antwortete ihm: „‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‘ Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ‚Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‘ Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen beiden Geboten enthalten.”

Matthäus 22,36-40

Dieser Abschnitt wird oft als “Missionsbefehl” bezeichnet, weil Jesus damit das gesamte alttestamentliche Gesetz zusammenfasste. And Jesus demonstrierte die Ausführung dieses Befehls vollkommen, als Er Sein Leben für uns gab.

An dieser Stelle ist es wichtig, hervorzuheben, dass dieser Befehl aus drei Teilen besteht: liebe Gott, liebe die Menschen und liebe dich selbst. Diese drei gehören zusammen, aber es funktioniert nur, wenn wir Gott überhaupt erlauben, uns zu lieben. Wenn wir die Liebe des Vaters für uns persönlich annehmen, können wir Ihn im Gegenzug lieben und Ihm gestatten, die Art und Weise, wie wir uns selbst sehen, zu verändern. Wenn wir lernen, uns selbst durch die liebevollen Augen Gottes zu sehen, können wir anfangen, andere so zu lieben, wie der Vater uns liebt. Das heißt, um dieses Gebot zu befolgen, müssen wir dem Beispiel Jesu folgen und wie Er Zeit mit dem Vater verbringen:

Jesus verbrachte bewusst Zeit alleine mit Seinem Vater. Er redete regelmäßig mit dem Vater und Er stellte Gottes Willen über Seine eigenen Wünsche.

Für uns bedeutet das zum Beispiel, dass wir täglich Zeit einplanen, um das Wort Gottes zu studieren und zu beten. Wir können mit unserem himmlischen Vater alles besprechen. Wir dürfen Ihm unsere Gefühle mitteilen, Ihn bitten, in unsere Umstände einzugreifen und auch unserer Siege mit Ihm feiern. Und wir können Ihn bitten, uns zu zeigen, wie wir dabei helfen können, Sein Königreich auf Erden zu bauen. Bei Gott ist kein Thema verboten. Er will Zeit mit uns verbringen.

Wenn wir unserer Zeit mit Ihm erste Priorität einräumen, verstehen wir besser, wer Er ist und was Er sich für uns wünscht. Dieses Wissen verändert die Art und Weise, wie wir uns selbst und andere Menschen lieben.

Am besten versteht man, wie man andere Menschen lieben soll, wenn man definiert, was Liebe ist.


Andere lieben

Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende. Die Liebe wird niemals vergehen.

1. Korinther 13,4-8

Dieser Abschnitt enthält eine berühmte Defintion für Liebe, aber er beschreibt auch Gott, denn Gott ist Liebe. Wenn wir klären wollen, ob unser Leben sich am Charakter Gottes orientiert, können wir diese Passage benutzen, um unser Handeln zu bewerten:

Gott ist geduldig. Sind wir es auch? Gott vergibt uns. Vergeben wir anderen Leuten? Gott hält uns unsere Fehler nicht vor. Lassen wir vom Groll ab?

Das bedeutet nicht, dass wir immer alles richtig machen, aber wenn wir uns solche Fragen stellen, hilft es uns, ob wir uns in die richtige Richtung – zu Gott hin – bewegen oder nicht.

Wenn unsere Gedanken ständig von Stolz beherrscht werden, wenn unsere Worte ständig andere Menschen verletzten, wenn unser Handeln ständig selbstsüchtig ist, dann folgen wir Jesu Befehl, Gott und andere Leute zu lieben, offensichtlich nicht wirklich. Wenn wir es nicht tun, gehören wir vielleicht zu Jesus, aber das bedeutet nicht, dass wir Ihm wirklich folgen.

Aber je mehr Zeit wir mit Jesus verbringen, desto mehr reagieren wir wie Er. Gott sei Dank!


Zu Jüngern machen

“Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, Meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Lehrt sie, alles zu befolgen, was Ich euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!”

Matthäus 28,18-20

Als Jesus in den Himmel auffuhr, sagte Er Seinen Jüngern, sie sollten andere “Menschen zu Jüngern machen”, was im Griechischen matheteuo heißt und “trainieren” bedeutet.

Jesus meinte nicht, wir sollen andere Menschen “zwingen”, Jünger zu werden. Vielmehr sollen wir im Alltag “andere trainieren und lehren”, Ihm zu folgen, so wir Er es uns beigebracht hat.

Das bedeutet, dass wir in Beziehung zu dem Barista, der uns unseren To-Go Kaffee verkauft, treten, oder jemandem ein Mittagessen bezahlen und ihn wissen lassen, dass er uns das wert ist. Es bedeutet auch, dass wir uns liebevoll um unsere Kinder kümmern.

Egal, welche Leute Gott in dein Leben gestellt hat, zeige ihnen, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen. Lass dein Handeln immer von deiner Liebe zu Gott und deinen Mitmenschen geprägt sein.

Auf welchen dieser Schritte willst du dich diese Woche konzentrieren? Wähle einen aus und bitte Gott, dir zu zeigen, wie du ihn im Alltag umsetzen kannst.

FacebookAuf Facebook teilen

TwitterAuf Twitter teilen

E-MailPer E-Mail mitteilen

So entdeckst du Gottes Willen

Bild von einem Kompass

Was sollst du von Gott aus mit deinem Leben anfangen? Vielleicht hast du eine Vorstellung, wozu Er dich beruft, aber du willst eine Bestätigung. Oder vielleicht bist du unsicher, was Gottes Wille ist … oder aber du versuchst herauszufinden, wie eine persönliche Beziehung zu Gott aussehen sollte.

Schlussendlich kannst du Gottes Willen nur dann erkennen, wenn du Zeit investierst, um Ihn kennen zu lernen. Wenn du Zeit mit Ihm verbringst, merkst du, wie und wohin Er dich leiten will. Und wie geht das?

Es gibt nicht nur einen Weg oder eine Methode, aber es gibt einige Schritte, die hilfreich wären.

Hier sind vier Methoden, um Gottes Willen zu entdecken:

Suche Gottes Angesicht im Gebet

Denke an ein Gespräch, das du vor kurzem mit einem Freund geführt hast. Wenn du ihn schon etwas länger kennst, brauchst du ihn wahrscheinlich nicht zu fragen, was er mag und was nicht, denn je näher du jemanden kennst, desto besser kannst du ihn verstehen.

Das gleiche gilt für unsere Beziehung zu Gott. Wenn du Ihm gegenüber ehrlich bist und mit Ihm redest, wird dir Gottes Wille klar werden. Darum müssen wir es uns zur Gewohnheit machen, regelmäßig mit Ihm über alles Mögliche zu sprechen.

Aber Gebet heißt nicht nur, Gott zu fragen, was wir tun sollen. Vielmehr geht es darum, zu erkennen, wer Er ist.

Bete mit uns


Erforsche die Bibel

Gottes Wille für dein Leben steht nie im Widerspruch zu dem, was geschrieben steht. Richtig kennen lernen kannst du Gott im Gebet und indem du dich ganz intensiv mit Seinem Wort vertraut machst.

Je mehr du deine Bibel studierst, desto stärker werden deine Wünsche dem Willen Gottes entsprechen. Wenn das geschieht, kannst du Gott zuversichtlich um Dinge bitten und Er wird dich erhören.


Höre auf den Heiligen Geist

Um die Stimme des Heiligen Geistes zu hören, ist es oft nötig, den Lärm um dich herum abzustellen. Wenn du alles, was dich ablenkt, bei Seite lässt und aufhörst, dich von furchterregenden Gefühlen herumkommandieren zu lassen, bemerkst du die friedvolle Gegenwart Gottes – egal, wie deine Umstände gerade ausschauen.

Bitte Gott im Gebet und während du die Bibel liest, dir alle Gefühle zu zeigen, die du Ihm entweder unterordnen oder auf die du dich konzentrieren sollst. Lass dich dabei vom Heiligen Geist leiten und denke daran: auch wenn du unsicher bist, kannst du Gottes Frieden erleben.


Lass dir Dinge von weisen Leuten bestätigen

Das letzte Wort in Bezug auf den Willen Gottes hat Er selbst, aber es ist weise, sich Rat von Anderen zu holen, denen du vertraust.. Überlege dir, mehrere Leute, die im Glauben mehr Erfahrung haben, um “weisen Rat” zu bitten. Bitte sie, mit dir und für dich zu beten, dass du Gottes Willen für dein Leben erkennst.

Dieser Schritt gehört zu den vorherigen. Wenn du dir Rat holst, sollte der das bestätigen, was Gott dir schon aufgetragen hat. Es soll kein Ersatz dafür sein, dass du selbst mit Gott redest.

Füge in der Bibel App Freunde hinzu


Und was jetzt?

Vielleicht hörst du Gott nicht immer richtig, aber je mehr du dich darum bemühst, Seinen Willen zu verstehen, desto leichter wird es. Als Gott dich schuf, hatte Er einen Plan und Er will, dass du mithilfst, damit Sein Königreich “wie im Himmel, so auf Erden” kommen kann.

Wenn deine Wünsche mit Gottes Wünschen im Einklang stehen, vertraut Er darauf, dass du das Richtige tust. Wenn du die genannten Methoden anwendest, ist das hilfreich, aber es muss zu einem Lebenstil werden, der davon gerpägt ist, dass du jeden Tag Zeit mit Gott verbringst.

FacebookAuf Facebook teilen

TwitterAuf Twitter teilen

E-MailPer E-Mail mitteilen

Wie betet man? Eine Anleitung zum Gebet in sechs Schritten

Eine betende Person

Was kommt dir an Gedanken oder Bildern in den Sinn, wenn du das Wort “Gebet” siehst? Fällt es dir leicht, mit Gott zu reden oder hast du damit zu kämpfen?

Es mag nicht immer einfach sein zu wissen, was man Gott sagen soll, und manchmal ist das Thema Gebet von falschen Vorstellungen darüber belastet, wie ein Gespräch mit Gott aussehen sollte.

“Bete so…”

Vor 2.000 Jahren brachte Jesus Seinen Jünger bei, sich beim Beten an diesem Modell zu orientieren:

Unser Vater im Himmel!
Dein heiliger Name soll geehrt werden.
Lass Dein Reichkommen.
Dein Wille geschehe hier auf der Erde,
so wie er im Himmel geschieht.
Gib uns auch heute,
was wir zum Leben brauchen,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir denen vergeben,
die an uns schuldig geworden sind.
Lass uns nicht in Versuchung geraten,
Dir untreu zu werden,
sondern,
befreie uns von dem Bösen.

Matthäus 6,9-13

Dies ist eine berühmte Vorlage zum Beten. Aber wie können wir sie in unserem Alltag im 21. Jahrhundert praktisch anwenden?

Zunächst müssen wir lernen, wie man nicht betet. Bevor Jesus Seinen Jüngern die Anleitung für das Vaterunser weitergab, sagte Er: “Wenn ihr zum Vater betet, tut dies im Verborgenen…” und: “Macht nicht viele Worte, denn denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr Ihn um etwas bittet.”

Wenn Gott schon weiß, was wir brauchen, dann geht es nicht um die Worte, die wir benutzen. Beten wir nur, um andere Leute mit unserer Redekunst zu beeindrucken oder um es auf unserer Liste abhaken zu können, haben wir noch nicht verstanden, wie mächtig Gebet ist.

Gebet ist und bleibt ein dynamisches Gespräch mit dem Vater. Wenn uns das klar wird, dient das Vaterunser als ein freier Leitfaden, an dem wir uns täglich orientieren, wenn wir mit dem Herrn reden.

Hier ist ein aus sechs Punkten bestehender Leitfaden zum Gebet, der hilfreich sein kann:

  1. Richte dich neu auf Gott aus.
  2. “Unser Vater, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name…”

    Atme tief ein und konzentiere dich auf diese Worte: “Unser Vater im Himmel.”

    Atme langsam aus, während du Folgendes sagst:: “Geheiligt werde Dein Name.”

    Wiederhole diesen Satz mehrere Male und achte auf die Aspekte von Gottes Charakter, die dir in den Sinn kommen. Nimm dir Zeit, um dich darauf zu konzentrieren, wie großartig Gott ist.

  1. Ordne Ihm deinen eigenen Willen unter.
  2. “Dein Reich komme …”

    Schon immer führt Gott Seinen Willen auf der Erde aus. Denke nun über Folgendes nach: Wenn du deinen Willen dem Willen Gottes unterordnest, suchst oder trachtest du aktiv nach Seinem Königreich.

    Sorge dafür, dass es um dich herum ruhig ist und bitte Gott, dir zu zeigen, wie du heute dazu beitragen kannst, dass Sein Wille geschieht.

  1. Lasse alle deine Sorgen los.
  2. “Unser tägliches Brot gib uns heute …”

    Stelle dir vor, wie du deine Hände vor dir ausstreckst, als wolltest du, dass Gott etwas hineinlegt. Wenn du Ihm deine Sorgen abgibst, was gibt Er dir dafür?

    Liste deine Sorgen auf und sprich sie alle nacheinander aus. Jedes Mal, wenn du eine Sorge namentlich nennst, versuche zu sagen: “Gib mir heute, was ich zum Leben brauche.”

    Nimm dir für diese Übung (im Sitzen) solange Zeit, wie du brauchst.

  1. Tue Buße und reagiere.
  2. “und vergib uns …, wie auch wir … vergeben.”

    Woran hältst du fest, das du ablegen müsstest? Gibt es irgendetwas, das du jetzt bekennen musst? Vielleicht ist es eine Verletzung, die du nicht loslassen willst oder eine schlechte Gewohnheit, die du loswerden willst oder eine Sucht, die du noch nicht überwunden hast oder ein Fehler, den du immer wieder machst.

    Unser himmlischer Vater lädt dich ein, so zu kommen, wie du bist und Ihm zu sagen, was du auf dem Herzen hast. Dann gib Ihm die Gelegenheit, dir zu antworten.

  1. Bitte um den Schutz des Herrn.
  2. “… befreie uns von dem Bösen …”

    Wir alle sind schon von irgendetwas gerettet worden. Wovor hat der Herr dich bewahrt?

    Danke Ihm für Seine Treue und lasse Ihn wissen, wo du Hilfe brauchst. Überlege dir, für andere Leute zu beten, die vielleicht auch Schutz brauchen. Und denke daran: selbst wenn eine Situation ausweglos zu sein scheint, gibt es nichts, was Gott nicht tun könnte.

  1. Freue dich und denke darüber nach.
  2. Feiere das, was Gott in deinem Leben getan hat und halte im Laufe des Tage nach Gelegenheiten Ausschau, wo du Ihn anbeten kannst.

    Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um über deine Zeit mit Gott nachzudenken. Was hat Er dir gezeigt? Überlege, ob du etwas, das dich besonders berührt hat, zu deiner Gebetsliste in der Bibel App von YouVersion hinzufügen willst.

Wenn du anfängst so zu beten wie Jesus, erlebst du tiefe Gemeinschaft mit dem Vater, wie Er es tat. Wenn wir dem Gebet erlauben, unser Leben zu prägen, wird uns klar, dass wir jederzeit zum Vater gehen können – ganz offen, voller Zuversicht und Vertrauen.

FacebookAuf Facebook teilen

TwitterAuf Twitter teilen

E-MailPer E-Mail mitteilen

Kaufe die Zeit aus:

Bild mit Sonnenuntergang am Wasser

Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle! Sieh, ob ich in Gefahr bin, Dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den Du uns für immer gewiesen hast!

Psalm 139,23-24

Halte inne und atme tief durch. Denke dabei über das letzte Jahr nach. Was hat Gott seit dem Auferstehungsfest 2020 in deinem Leben getan?

Wenn man mitten in einer langen Phase steckt, läuft man Gefahr zu vergessen, was Gott trotz der widrigen Umstände alles bewirkt. Das ist einer der Gründe, warum es so wichtig ist, intensiv über das Wort Gottes nachzudenken. Es hilft uns, innezuhalten und uns aktiv ins Gedächtnis zu rufen, dass unser Gott in jeder Phase des Lebens absolut treu ist.

Nimm dir bei der Vorbereitung auf den Auferstehungssonntag bewusst Zeit, über die Treue unseres Vaters nachzudenken, indem du über dem jeweiligen Vers des Tages brütest.

Hier sind drei Methoden, um das zu tun:

Hast du 5 Minuten Zeit?

Öffne deine Bibel App und schaue dir den Vers des Tages an. Aber bitte Gott vor dem Lesen, dir Dinge zu zeigen. Lies den Vers anschließend langsam durch und achte dabei aufmerksam auf alle Wörter, die dir besonders auffallen.

Stelle dir selbst die Frage: Was zeigt mir dieser Vers über den Charakter des Herrn? Was ist das Wichtigste in diesem Abschnitt. Wie kann ich das in meinen Alltag einbeziehen?

Komme zum Schluss und dann lasse dir im Laufe des Tages immer wieder vom Vater helfen, über diesen Vers nachzudenken.

Hast du 15 Minuten Zeit?

Wenn du den Vers des Tages durchgelesen hast, tippe auf “Übersetzungen vergleichen” und wähle drei, vier Übersetzungen aus, die du miteinander vergleichen willst. Lies eine nach der anderen durch und achte dabei auf die Unterschiede in den Formulierungen. Betrachte diese Unterschiede als Bereicherung dafür, wie du den Vers noch besser verstehen kannst.

Stelle dir selbst die Frage: Aus welcher Perspektive gehen die unterschiedlichen Übersetzungen an den Text heran? Was erfahre ich Neues über Gott, wenn ich verschiedene Übersetzungen vergleiche? Welche Wörter oder Phrasen fallen mir besonders an?

Schreibe alles auf, was der Herr dir zeigt und dann bitte Ihn, dir zu helfen, den Vers in deinem Leben anzuwenden.

Hast du 30 Minuten Zeit?

Nimm dir zunächst fünf Minuten Zeit und mache dir bewusst, welche Sorgen oder Probleme, deine Aufmerksamkeit verlangen. Bitte Gott, dir Wahrheiten aus Seinem Wort zu zeigen und lies den Vers des Tages anschließend langsam durch, bevor du dir andere Übersetzungen anschaust.

Nachdem du das getan hast, gehe zu Entdecken und tippe die Bibelstelle ein, um ähnliche Stellen zu finden. Wähle eine aus, über die du dann für den Rest deiner Stillen Zeit nachdenken willst.

Stelle dir die Frage: Welchen neuen Blickwinkel schenkt diese Stelle? Inwieweit beeinflusst und bestätigt sie das, was Gott mir durch den heutigen Tagesvers gezeigt schon hat? Was spricht mich ganz besonders an und wie kann ich das in meinem Leben anwenden?

Wenn du fertig bist, schreibe zwei, drei Sachen über die Schriftstellen, die du studiert hast, auf. (Du kannst sogar diese Methode des Bibelstudiums ausprobieren.)


Wenn du mit deiner Zeit des Nachdenkens fertig bist, nimm dir ein paar Minuten, um Gott zu bitten, dich im Laufe des Tages an das Gelernte zu erinnern. Wiederhole diesen Prozess jeden Tag bis zum Auferstehungssonntag.

FacebookAuf Facebook teilen

TwitterAuf Twitter teilen

E-MailPer E-Mail mitteilen